Mittelalter-Mythen

Die Germanisten und Mediävisten Ulrich Müller und Werner Wunderlich, Herausgeber der fünf Bände umfassenden Mittelaltermythen, veranstalten jährlich eigene Sektionen an dem wichtigsten internationalen Mittelalterkongress, dem »International Congress on Medieval Studies«. Dieser wird seit vielen Jahren vom Medieval Institute der Western Michigan University in Kalamazoo, USA, durchgeführt. Dieser Kongress dokumentiert den hohen wissenschaftlichen Stellenwert der mittelalterlichen Mythenforschung in Nordamerika.

Dank der Bedeutung des Kongresses konnten für das kulturwissenschaftliche Gesamtprojekt Mittelaltermythen Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen wie Philologie und Literaturwissenschaft, Geschichte und Kunstgeschichte, Volkskunde und Religionswissenschaft gewonnen werden. Beteiligt sind daran nicht nur Forscher aus europäischen Ländern, sondern vor allem auch aus den USA und Kanada, aber auch aus dem Vorderen Orient.

Untersucht werden Mythen antiker, keltischer, germanischer und auch orientalischer Tradition, die das europäische Mittelalter aufgreift und neu gestaltet, Mythen, die das Mittelalter hervorbringt und verklärt, sowie Mythen, die besonders durch die neuzeitliche Mittelalterrezeption zu einem Faszinosum geworden sind. Dies geschieht durch eine Auswahl, die exemplarisch das gesamte Spektrum der verschiedenen Erscheinungsformen und Funktionen dieser Mythen aufnimmt. In 10 bis 25 Seiten langen Beiträgen stellen die Autoren die Entstehung, Verbreitung, Überlieferung und Rezeption einschließlich des Einflusses des jeweiligen Mythos auf Traditionen und Symbole dar. Die Herausgeber legen Wert darauf, dass die Autoren den jeweiligen Mythos entsprechend ihrer eigenen kulturellen Identität und wissenschaftlichen Methode darstellen, ohne an stringente inhaltliche und formale Vorgaben gebunden zu sein.

 

Ulrich Müller (Hrsg.)

Werner Wunderlich (Hrsg.)

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