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Visuelle Wissenssoziologie Jürgen Raab
 
Visuelle Wissenssoziologie
Theoretische Konzeption und materiale Analysen
 
1. Auflage
2008, 398 Seiten, br., Abb.: 12 fb., 36 sw.
ISBN 978-3-86764-102-9
ISSN 1619-9464
Euro (D) 39,00 / Euro (A) 40,10 / SFr 55,90
(Erfahrung – Wissen – Imagination, Band 17)
lieferbar
http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867641029
 
 
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Infotext
 
Angesichts der Medialisierung moderner Gesellschaften ist die Frage nach den Rückwirkungen der Bilder und ihrer Medien auf das menschlichen Darstellen, Deuten und Wissen aktueller denn je.
 
Die visuelle Soziologie erlebt derzeit eine Renaissance, ist aber sowohl in ihrer theoretischen Fundierung als auch im Hinblick auf ihre Methodologie und methodisch-analytische Absicherung noch defizitär, zumal sie die Film- und Videoanalyse beinahe ausblendet.
 
Jürgen Raab legt eine visuelle Wissenssoziologie als anthropologisch und phänomenologisch begründete Kommunikations- und Medienwissenschaft vor. Die Basis seiner theoretischen Konzeption bilden semi-professionelle Film- und Videoproduktionen.
 
Drei vergleichende Fallanalysen veranschaulichen das zentrale analytische Verfahren der sozialwissenschaftlichen Bildhermeneutik und überprüfen es auf seine empirische Tragfähigkeit.
 
Darüber hinaus offenbaren die verstehenden Rekonstruktionen gesellschaftlicher Wahrnehmungs- und Darstellungsformen von Wirklichkeit, dass die technischen Artefakte und ihre komplexen audiovisuellen Konstruktionen die außermediale »Wirklichkeit« und die Sozialität nicht etwa zum Verschwinden bringen. Sie bilden vielmehr neue, medial fundierte Formen der Vergesellschaftung in Form von »Sehgemeinschaften« heraus.
 
Autor / Herausgeber
 
Jürgen Raab ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Geschichte und Soziologie und Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich "Literatur und Anthropologie" an der Universität Konstanz.
 
Pressestimmen
 
Die Leistungen des Bandes liegen in der (Wieder-)Einführung einer anthropologischen Fundierung visueller Wissenssoziologie, einer hellsichtigen und sehr kenntnisreichen Rekonstruktion der Klassiker von Weber über Simmel und Mannheim bis zu Giddens in Bezug auf die Interdependenz von visuellem Ausdruckssinn und visueller Kultur, der klaren und informativen Darstellung der Entwicklung visueller Soziologie, der theoretischen Modellierung der Dialektik von Visualität und Vergemeinschaftung und einem gelungenen empirischen Aufweis dieser Zusammenhänge. (Publizistik, 1/2009)