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Kamerabekenntnisse Béatrice Ottersbach, Thomas Schadt (Hg.)
 
Kamerabekenntnisse
 
1. Auflage
2008, 332 Seiten, br., Abb.: 24 sw.
ISBN 978-3-86764-055-8
ISSN 1617-951X
Euro (D) 24,90 / Euro (A) 25,60 / SFr 37,90
(Praxis Film, Band 41)
lieferbar
http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783867640558
 
 
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Auch wenn man ihre Namen kaum kennt: Kameraleute sind hauptverantwortlich für die visuelle Umsetzung eines Drehbuchs. Während der Dreharbeiten sind sie die wichtigsten Partner des Regisseurs, an der Kamera als erste Kontrollinstanz der gedrehten Bilder die entscheidenden Partner der Schauspieler. Béatrice Ottersbach und Thomas Schadt bitten in der Fortsetzung ihrer Bekenntnisse-Reihe Kameraleute, über ihren Beruf zu berichten.
 
Einblicke in ihre Arbeit geben Tom Fährmann (»Das Wunder von Bern«), Eberhard Geick (»Der Aufenthalt«), Philip Gröning (»Die große Stille«), Jo Heim (»7 Zwerge - Männer allein im Wald«), Andreas Höfer (»Sommer vorm Balkon«), Florian Hoffmeister (»One Day in Europe«), Bernhard Jasper (»Meine verrückte türkische Hochzeit«), Judith Kaufmann (»Scherbentanz«), Hanno Lentz (»Kirschblüten - Hanami«), Sophie Maintigneux (»Heidi M«), Diethard Prengel (»Fußball ist unser Leben«), Thomas Riedelsheimer (»Rivers and Tides«), Gernot Roll (»Die Manns«), Thomas Schadt (»Berlin - Symphonie einer Großstadt«), Matthias Schellenberg (»Die fetten Jahre sind vorbei«), Jörg Schmidt-Reitwein (»Nosferatu: Phantom der Nacht«), Philipp Sichler (»Lulu«), Jochen Stäblein (»Neues vom Wixxer«), Wolfgang Treu (»Das Schloss«), Yvonne Tratz (»Die Sturmflut«).
 
Alle Kamera-Bekenntnisse werden von Kurzporträts der jeweiligen Autoren begleitet. Wie die vorangehenden Bekenntnisse-Bände richtet sich auch dieses Buch an Film- und Fernsehschaffende und an Filminteressierte, die u.a. wissen wollen, wie Filme ihre eigene Bildsprache bekommen.
 
Autor / Herausgeber
 
Béatrice Ottersbach ist Herausgeberin von inzwischen über 50 Büchern zu Theorie und Praxis von Film und Fernsehen.
Thomas Schadt ist Professor an der Filmakademie Baden-Württemberg (Regiefach Dokumentarfilm) und seit 2005 auch deren künstlerischer Direktor. Er arbeitet seit 1983 als Fotograf, Kameramann, Buchautor und freier Dokumentarfilmer. Mit 50 Filmen gehört er zu den bedeutendsten Regisseuren Deutschlands.
 
Pressestimmen
 
Nach 320 Seiten Kamerabekenntnisse bin ich um einige Einsichten reicher. Wenn ich mich in Zukunft über die Hintergründe eines Films erkundige, werde ich auch den Abschnitt ›Kamera‹ mit mehr Aufmerksamkeit lesen. Und jeden Film mit etwas anderen Augen sehen, - durch das Motiv des Kameramanns. (selbstausbildung.de, 27.08.2008)
 
Die Liste der auf dem Backcover aufgeführten Filme ist beeindruckend und zeigt nur deutlich unser Unwissen, was die Leute hinter der Kamera betrifft: ›Die große Stille‹, ›Kirschblüten – Hanami‹, ›Rivers and Tides‹ oder ›Nosferatu: Phantom der Nacht‹. (ekz-Informationsdienst, 18.08.2008)
 
Bisweilen kontrovers werden in Kamerabekenntnisse die ideale Beziehung zwischen Regie und Kamera diskutiert, die Auflösung, der Sinn oder Unsinn von Storyboards, die Vor- und Nachteile von Filmmaterial und Video, der Umgang mit Licht - und dennoch sind all die Ausführungen wenig technikverliebt und beileibe nicht so spröde wie man es erwarten könnte. Auch im Textlichen bewähren sich die deutschen Kameraleute - und die Berliner Französin Maintigneux - entsprechend ihrer Berufung und finden gelungene Bilder. (kino-zeit.de, 06.10.2008)
 
Die Beiträge erfahrener Kameramänner wie Gernot Roll, Jörg Schmidt-Reitwein oder Eberhard Geick („Solo Sunny“) sind komprimierte Autobiografien. Das hat seinen Reiz, weil die Herren die Entwicklung ihres Metiers schildern, zumal alle drei ihren Beruf in der DDR erlernt haben und später in den Westen übergesiedelt sind. Ausgerechnet Roll, der Kamera und Regie des öfteren in Personalunion erledigt hat („Radetzkymarsch“, „Friedrich Freiherr von Trenck“ – Zwei Herzen gegen die Krone“), prophezeit den Untergang des Berufs. (Neue Westfälische, 03/2009)
 
Zwanzig Kameraleute berichten aus ihrem Arbeitsleben. Spannend für jeden, der auf der Suche nach einer eigenen Bildsprache ist. (Videofilmen, 04/2010)