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Das Sakrale, die Sünde und der Tod Robert Hertz
 
Das Sakrale, die Sünde und der Tod
Religions-, kultur- und wissenssoziologische Untersuchungen
 
Herausgegeben von Stephan Moebius und Christian Papilloud
 
1. Auflage
2007, 284 Seiten, br.
ISBN 978-3-89669-531-4
Euro (D) 19,90 / Euro (A) 20,50 / SFr 30,50
(Wissen und Studium, Band 22)
lieferbar
http://www.uvk.de/buch.asp?ISBN=9783896695314
 
 
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Warum sind die meisten Menschen Rechts- und nicht Linkshänder? Wie kommt es, dass Leichen als unrein und Ekel erregend betrachtet, ihre Skelette aber gar als heilige Reliquien verehrt werden? Gibt es ein reines/rechtes und ein unreines/linkes Sakrales?
 
Auf diese Fragen gibt der Soziologe, Folklorist und Ethnologe Robert W. Hertz (1881–1915) in den erstmals auf Deutsch veröffentlichten Beiträgen Antworten. Er analysiert die »dunklen Seiten der Menschheit«: das Verbrechen, die Sünde, das unreine Sakrale und den Tod.
 
Hertz gilt als der wahre Vater des (Post-)Strukturalismus, als erster Thanatosoziologe und Theoretiker von Übergangsriten. Seine außergewöhnlichen Arbeiten wurden nicht nur von seinen Lehrern Émile Durkheim und Marcel Mauss aufgenommen, sie sind für das Collège de Sociologie um Georges Bataille bis in die gegenwärtige Soziologie, Religionswissenschaft, Thanatologie und Ethnologie eine Inspirationsquelle geblieben.
 
Stephan Moebius und Christian Papilloud haben die wichtigsten Texte von Robert W. Hertz in einem Band versammelt: »Beitrag zur Untersuchung der kollektiven Repräsentation des Todes«, »Die Vorherrschaft der rechten Hand« und »Sünde und Sühne in primitiven Gesellschaften«. Mit einem Vorwort von Robert Parkin, einer Einleitung in Leben und Werk von Hertz sowie einer vollständigen Bibliografie.
 
Autor / Herausgeber
 
Stephan Moebius ist Privatdozent an der Universität Bremen und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Soziologie der Universität Freiburg.
Christian Papilloud ist Junior-Professor an der Universität Lüneburg.
 
Pressestimmen
 
Ein spannendes Werk, um den Ursprüngen der heutigen Bestattungskultur hinterherzuspüren. (Zeitlos, 01/2007)